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Paul McClure (UK) am 5. Februar 2019

Paul McClure, der „Rutland Troubadour“ ist ein Sänger und Songwriter aus Rutland, England. Bekannt für seine intimen, erzählenden Konzerte, sind Pauls Figuren und Handlungsstränge – insbesondere die Liebe, das Lachen und die Verluste, die ihm über den Weg gelaufen sind – lyrisch und oft brutal ehrlich. Dabei bringen seine Songs fast immer die humorvolle Seite jeder Situation zum Vorschein. Er zählt mit seinen großartigen Songs zu den bedeutenden Musikern der britischen Rootsszene.

Seit Paul McClure 2014 seinen Lehrauftrag aufgegeben hat, um seinen Träumen zu folgen und Vollzeit als Musiker zu arbeiten, ist er von Southampton nach Manchester, von Southend nach Bristol getourt. Bei Shows in Folk-Clubs im ganzen Land, darunter hochgelobten Auftritten in Wychwood und Cambridge Folk Clubs, sowie im Roots Music Club in Doncaster, teilte er sich die Bühne mit Touring Folk- und Americana-Musikern wie Emily Barker, Otis Gibbs (USA), Red Sky Juli, Sons Of Bill (USA), Red Moon Road (Kanada), Edwina Hayes und The Young ‚Uns.

„McClures Musikstil ist heutzutage vielleicht nicht kommerziell angesagt, aber offen, ehrlich, warm melodisch und schön geschliffen, wird er niemals ohne treue Anhänger sein.“

„Einer der Grundsteine ??der britischen Alternative Country-, Folk- und Americana-Szene.“



Robert Oberbeck am 19. Januar 2019

Das Wort vom „Singer Songwriter“ scheint bei genauerem Hinsehen oft fragwürdig, zumal in unseren Gefilden. Denn es formuliert einen Authentizitätsanspruch an das musikalische „Erzählen“, der doch eigentlich schwer zusammen geht mit der Übernahme von Stil, Sprache und musikalischen Ausdrucksmitteln einer amerikanischen, irischen, vielleicht noch englischen Tradition.  Nennt man Singer Songwriter nun einen aus Mittelhessen, genauer aus Marburg, und vielleicht erst hinreichend genau: einen Musiker, der am Richtsberg (Marburger Hochhaus/Sozialbau Viertel) aufgewachsen ist, dann ist das besonders erklärungsbedürftig. Und doch, Robert Oberbeck, der nun mit „Soul Bullet“ sein viertes Studioalbum vorlegt, ist ein Singer Songwriter im exakten und besten Wortsinne.

Er singt wahrhaftige Geschichten, selbst wo sie frei erfunden sein mögen, von Alltagskämpfern und Kleinstadthelden, von Zweiflern und gebeutelten Familien, von Ausbruchssehnsüchtigen ebenso wie von Rückzugsbedürftigen, die auf der Suche sind nach ihrer kleinen Schutzzone –  während die Zeit und das Geschehen „da draußen“ sie ängstigt.  Alles, was hier erzählt wird, spielt erklärtermaßen auf die eine oder andere Weise in Oberbecks Heimatstadt Marburg. Die musikalischen und sprachlichen Mittel jedoch stammen nicht aus Mittelhessen, sondern aus dem Arsenal englischsprachiger Songwriter: Man hört die Vorbilder Springsteen und Dylan – mindestens ebenso deutlich und eher aus Oberbecks Generation auch die Iren Glen Hansard und Damien Rice.